Summen- und Saldenliste (SuSa)

kurz erklärt

Summen- und Saldenliste (SuSa)

Die Summen- und Saldenliste, kurz SuSa, gehört zu den zentralen Auswertungen der doppelten Buchführung. Während die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) vor allem das laufende Zahlenwerk analysiert, bietet die SuSa einen umfassenden Überblick über alle Konten, deren Bewegungen und Salden innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie zeigt damit, wie sich das Unternehmen im Laufe eines Geschäftsjahres finanziell entwickelt.

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Was ist eine Summen- und Saldenliste?

Die SuSa listet alle Konten der Finanzbuchhaltung auf – inklusive:

  • Kontonummer und Kontenbezeichnung
  • Anfangsbestände (Eröffnungsbilanzwerte)
  • Zugänge und Abgänge des Berichtsmonats
  • kumulierte Bewegungen seit Jahresbeginn
  • Schlussbestände am Ende des Abrechnungsmonats

Damit ermöglicht die SuSa einen transparenten Überblick über sämtliche Bilanz- und Erfolgskonten, ebenso über Debitoren- und Kreditorenkonten. Sie hilft sowohl internen Entscheidungsträgern als auch externen Stellen (z. B. Banken, Steuerberater, Investoren), den wirtschaftlichen Zustand eines Unternehmens richtig einzuordnen.

Die SuSa im Zusammenhang mit der BWA

Der Aufbau der Summen- und Saldenliste richtet sich nach dem verwendeten Kontenrahmen (SKR03, SKR04, branchenspezifische Kontenrahmen).
In ihr finden sich unter anderem:

  • Aktiv- und Passivkonten (Bilanzposten)
  • Erfolgskonten (Aufwendungen, Erträge)
  • Debitoren- und Kreditorenkonten
  • Bestandskonten und Unterkonten

Die SuSa bietet somit einen vorläufigen Einblick in den Jahresabschluss. Sie ermöglicht beispielsweise:

  • eine erste Bilanz- und GuV-Auswertung,
  • die Analyse der Liquidität,
  • die Übersicht offener und ausgeglichener Posten,
  • die Kontrolle des Buchungsverhaltens im laufenden Jahr.

Summen- und Saldenliste lesen – kurz erklärt

Eine typische SuSa ist in mehrere Bereiche gegliedert. Die wichtigsten Felder sind:

Kontonummer & Kontenbezeichnung

Eindeutige Identifikation eines Kontos innerhalb des Kontenrahmens.

EB-Wert (Eröffnungsbilanzwert)

Der Anfangsbestand des Kontos zu Beginn des Geschäftsjahres.

Monatswerte Soll/Haben

Kontobewegungen im aktuellen Abrechnungsmonat.

Kumulierte Soll-/Haben-Werte

Summe aller bisherigen Bewegungen im laufenden Jahr.

Monatssaldo / Endsaldo

Zeigt, wie das Konto am Monatsende steht. Damit lässt sich erkennen, ob es einen Soll- oder Habenüberhang gibt.

Warum ist eine SuSa wichtig?

Die Summen- und Saldenliste ist besonders wertvoll, weil sie:

  • Fehler in der Buchhaltung frühzeitig sichtbar macht
  • als Grundlage für die BWA dient
  • die Jahresabschlussarbeiten erleichtert
  • eine schnelle Kontrolle der Bilanzstruktur ermöglicht
  • einen Überblick über Debitoren- und Kreditorenbewegungen gibt
  • für Banken ein wichtiges Dokument zur Bonitätsprüfung ist

Selbst Unternehmen, die keine doppelte Buchführung führen müssen (z. B. durch Einnahmenüberschussrechnung), profitieren von einer SuSa. Sie dient als zusätzliches Analyse- und Steuerungsinstrument, das Transparenz und Planungssicherheit schafft.

Weiterführende Artikel

Passend zur SuSa empfehlenswert:

  • Bilanzanalyse
  • Cash-Flow-Analyse
  • Controlling
  • Finanzbuchhaltung
  • Forderungen
  • Gehaltsbuchhaltung
  • Hauptbuch

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