Umsatzsteuer
kurz erklärt
Die Umsatzsteuer begegnet uns täglich – auf jedem Kassenzettel, in Online-Shops und natürlich im Arbeitsalltag von Unternehmen. Sie gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen des Staates und spielt eine zentrale Rolle im steuerlichen System Deutschlands. Für Verbraucher ist sie meist nur ein Teil des Kaufpreises, für Unternehmen dagegen ein durchlaufender Posten, der ordnungsgemäß erfasst und an das Finanzamt abgeführt werden muss.
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Die Umsatzsteuer (USt) ist eine Verbrauchsteuer, die auf den Kauf von Waren und Dienstleistungen erhoben wird. Gesetzliche Grundlage ist das Umsatzsteuergesetz (UStG).
Obwohl Unternehmen die Steuer auf ihren Rechnungen ausweisen und an das Finanzamt überweisen, tragen Endverbraucher die tatsächliche Steuerlast. Sie zahlen die Umsatzsteuer beim Einkauf mit – der Unternehmer führt sie lediglich ab.
Der Staat erhebt Umsatzsteuer auf:
Bei Importen wird die entsprechende Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) fällig. Sie entspricht in Höhe und Wirkung der üblichen Umsatzsteuer.
Für Unternehmen ist die Umsatzsteuer kein Gewinnfaktor. Sie gilt als durchlaufender Posten:
Unternehmen schlagen sie auf ihre Verkäufe auf, ziehen aber gleichzeitig die selbst gezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) wieder ab.
Jedes steuerpflichtige Unternehmen erhält dafür eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID).
Im Alltag werden beide Begriffe häufig gleich verwendet.
Streng genommen gilt:
Funktional meinen beide dasselbe System.
Wenn ein Unternehmen Waren oder Dienstleistungen einkauft, zahlt es selbst Umsatzsteuer. In der Buchhaltung wird diese jedoch Vorsteuer genannt.
Wichtig:
Die Differenz zwischen Umsatzsteuer (aus Verkäufen) und Vorsteuer (aus Einkäufen) ergibt:
Zahllast → wird an das Finanzamt überwiesen
oder
Vorsteuerguthaben → wird vom Finanzamt erstattet
In Deutschland gibt es drei mögliche Umsatzsteuersätze:
1. Regulärer Umsatzsteuersatz: 19 %
Gilt für die meisten Waren und Dienstleistungen – z. B. Elektronik, Möbel, Kleidung, Beratungsleistungen.
2. Ermäßigter Umsatzsteuersatz: 7 %
Gilt für bestimmte Grundbedarfsgüter wie:
Der reduzierte Satz soll bestimmte Lebensbereiche gezielt entlasten.
3. Steuerbefreite Umsätze
Für einige Leistungen fällt überhaupt keine Umsatzsteuer an, z. B.:
Ob Umsatzsteuer erhoben werden muss, hängt somit immer vom konkreten Produkt oder der Dienstleistung ab.
Für den Staat ist sie eine der bedeutendsten Steuerquellen.
Für Unternehmen ist sie wichtig, weil:
Sie ist daher ein zentraler Bestandteil jeder ordnungsgemäßen Buchführung.
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