Gewinn
kurz erklärt
Der Begriff Gewinn bezeichnet im Rechnungswesen den Überschuss, den ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums erwirtschaftet.
Er ergibt sich, wenn die Einnahmen oder Erträge höher sind als die Ausgaben oder Aufwendungen.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird „Gewinn“ oft mit Erfolg oder positivem Ergebnis gleichgesetzt.
In der Buchhaltung dagegen hat der Begriff eine präzise wirtschaftliche und steuerliche Bedeutung, die zur Beurteilung der finanziellen Lage eines Unternehmens herangezogen wird.
Dabei ist zu beachten, dass Umsatz und Gewinn zwei verschiedene Größen sind:
Der Umsatz gibt an, wie viel Geld ein Unternehmen durch Verkäufe eingenommen hat – unabhängig von den Kosten.
Der Gewinn zeigt dagegen, wie viel davon tatsächlich als positives Ergebnis nach Abzug aller Ausgaben übrig bleibt.
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Im internen Rechnungswesen, insbesondere in der Kosten- und Leistungsrechnung, liegt ein Gewinn vor,
wenn die Erlöse größer sind als die Kosten.
Auch Leistungen, die noch nicht verkauft, aber bereits produziert wurden, können in die Gewinnermittlung einfließen, da sie Teil des betrieblichen Leistungsprozesses sind.
Zur Abgrenzung der zentralen Begriffe:
Die grundlegende Formel lautet also:
Gewinn = Erlöse – Kosten
Auch das Steuerrecht definiert den Gewinn, insbesondere in § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG), der die sogenannte Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) regelt.
Dabei ergibt sich der Gewinn aus der Differenz zwischen den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens:
Gewinn = Einnahmen – Ausgaben
Diese vereinfachte Gewinnermittlungsmethode wird vor allem von Einzelunternehmen und Freiberuflern angewandt, die nicht buchführungspflichtig sind.
Im Handelsgesetzbuch (HGB) wird der Gewinn in § 242 Abs. 2 HGB beschrieben:
Ein Gewinn liegt vor, wenn die Erträge die Aufwendungen übersteigen.
Im Rahmen des Jahresabschlusses wird der Gewinn in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ermittelt.
Hier werden sämtliche betrieblichen und außerbetrieblichen Erträge und Aufwendungen gegenübergestellt.
Das daraus entstehende Ergebnis wird anschließend in die Bilanz übernommen:
Im Unterschied zur Kostenrechnung berücksichtigt die GuV auch betriebsfremde Erträge und Aufwendungen,
zum Beispiel:
Die Bilanzformel lautet:
Gewinn = Ertrag – Aufwand
Der Gewinn ist eine zentrale Kennzahl für jedes Unternehmen.
Er zeigt, wie erfolgreich die wirtschaftliche Tätigkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums war und bildet die Grundlage für viele Entscheidungen – von Investitionen bis hin zur Steuerplanung.
Ob im internen Rechnungswesen, im Steuerrecht oder in der Bilanzierung: Der Gewinn ist stets das Maß dafür, wie wirtschaftlich ein Unternehmen arbeitet.
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